Fürstenacker-Satzung

Mitgliedschaft

Mitglied der Ackerinitiative Fürstenacker kann jeder Bürger von Fürstenfeldbruck werden, der die Basisregeln durch die unterschriebene Mitgliedschaftserklärung anerkennt und einhält. Ein Anspruch auf Nutzung einer Fläche besteht nicht. Flächen werden von der Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Fürstenacker-Gremium (s.u.) vergeben. Je nach Anzahl der Mitglieder und der Flächenverfügbarkeit kann diese variieren. Mitglieder müssen sich jede Saison neu melden, um die Fläche erneut zu bewirtschaften.

Ein respektvoller Umgang miteinander und vor der Arbeit, der genutzten Fläche und dem Eigentum der anderen ist dringend einzuhalten.

Die Mitgliedschaft endet (a) durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem Gremium jederzeit, (b) durch Rückgabe/Aufgabe der Parzelle gegenüber dem Gremium schriftlich/mündlich erklärt und (c) durch Ausschluss.

Ein Ausschluss kann bei grobem Verstoß gegen die Regeln nach Anhörung des Mitgliedes/der Mitglieder durch das Gremium erfolgen. Ebenso behält sich die Stadtverwaltung vor, bei groben Regelverstößen und Rücksprache mit dem Gremium Mitglieder auszuschließen.

Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung besteht aus allen Personen, die eine Parzelle des Fürstenackers bewirtschaften. Hier können sich die Mitglieder über alle Belange des Fürstenackers austauschen und werden vom Gremium über Aktuelles informiert. Die Mitgliederversammlung bestimmt über die Verwendung des Geldes des Gemeinschaftskontos. Bei Wahlen und Abstimmungen hat jede Parzelle eine Stimme. Die Mitgliederversammlung tagt jeden ersten Montag im Monat um 18:00 Uhr; in den Monaten Januar, Februar, März, Oktober, November und Dezember finden die Treffen im Bürgerpavillon satt, in den Monaten April, Mai, Juni, Juli, August und September finden die Treffen auf der Ackerfläche statt.

Fürstenacker-Gremium

Das Gremium besteht aus 3 Mitgliedern. Zwei Mitglieder werden Ende des Jahres für das kommende Jahr vom Plenum gewählt. Das dritte Mitglied wird von der Stadtverwaltung bestimmt. Das Gremium regelt die Vergabe der Parzellen und achtet auf die Einhaltung der Regeln.

Regeln

Bezüglich der Aneignung und der Bereitstellung der Ackerfläche gelten folgende Regeln:

  • Die seitens der Stadt Fürstenfeldbruck zur Verfügung gestellte Fläche dient dem Gemüseanbau zur Selbstversorgung.

  • Grillen darf nur nach Absprache mit dem Gremium stattfinden. Sonstige Freizeitaktivitäten (z.B. Fußball, Übernachten) sind auf der Ackerfläche nicht erlaubt.

  • Auf der Ackerfläche sind keine baulichen Verrichtungen durch die Mitglieder erlaubt außer das Anbringen von Holzgestellen für den Gemüseanbau

  • Jedes Mitglied dar nur eine Parzelle bewirtschaften

  • Jedes Mitglied ist selbst versichert und bewirtschaftet die Ackerfläche auf eigene Gefahr; Eltern haften für ihre Kinder.

  • Die längerfristige Verwendung von biologisch nicht abbaubarem Plastik ist ausschließlich für folgende Zwecke erlaubt:

    - Wasserversorgung

    - Eimer für Jauche

    (beide Arten von Behältnisse müssen frei von chemischen Rückständen sein)

    - max. 10 m² Folie für den Gemüseanbau

  • Jedes Mitglied entsorgt seinen Müll selbst.

  • Eine Kompostierung erfolgt auf der selbst bewirtschafteten Ackerfläche.

  • Verwendet werden sollte samenfestes, biologisches Saatgut.

  • Auf chemische Pfanzenschutzmittel muss verzichtet werden.

  • Die Parzellen müssen namentlich gekennzeichnet sein und sollen regelmäßig gepflegt, betreut und beerntet werden.

  • Bei entsprechenden Umweltbedingungen sind die Parzellen winter- und sturmfest zu machen.

  • Wasser kann an den öffentlichen Toiletten am Pucher Meer entnommen werden.